Eine kleine Planaendrung - oder wie die gemeine Kopflaus alle Probleme loeste

Seit geraumer Zeit beschaeftigten uns mehrere Gedanken.

 

Zum einen waren wir uns immer noch nicht ganz sicher, ob es eine schlaue Idee ist, mit dem eigenen Fahrzeug nach Peru einzureisen.

Campingplaetze sind in Peru aeusserst rar und freies campieren - so wie wir es in Chile bisher oft praktiziert hatten - ist in Peru definitif nicht zu empfehlen. Was also tun?

 

Zum anderen hatten wir es nach eineinhalb Monaten Reise einigermasen satt, uns zu viert auf 9m2 zusammenzudraengen und einen Grossteil des Tages mit systemerhaltenden Taetigkeiten zu verbringen.

Wir wollen endlich wider einmal in einer (netten) Stadt in einem netten Hotel absteigen (mit dem Mox stehen wir ja meist irgendwo in der Pampa), durch die Gassen schlendern und ein wenig authentisches Stadtfeeling inhaliern.

 

Und das ist der Zeitpunkt an dem die gemeine Kopflaus (Pediculus humanus capitis) ins Spiel kommt ...

 

Am Tag unserer Weiterreise nach Peru sitzen wir noch gemuetlich beim Fruehstueck.

Was hat denn unsere Iris da im Haar? Naja - wird wohl ein kleiner Kaefer sein! Hoppla - da ist ja noch so ein Getier - und nocheins - und noch zehn und .... Hurra, wir haben die Laeuse ;-))

Keine Ahnung, wo wir die aufgeschnappt haben. Wir sind seit Wochen in keinem Hotel mehr abgestiegen und der Kontakt mit anderen Kindern hat sich auch in Grenzen gehalten - vielleicht aus dem Autobus oder aus dem Taxi - weiss der Teufel!

 

Die lebenden Laeuse waren mit dem rasch gekauften Konzentrat innerhalb von 10 Minuten erledigt (ich will gar nicht wissen, was da drin war). Doch wie siehts mit den Eiern aus? Empfehlung im Beipackzettel: Saemtliche Bettwaesche mit 60° waschen. Dumm nur, dass wir in unserem Mox keine Waschmaschine mit 60° haben und auch nicht das gesamte Inventar ausraeumen koennen.

Was also tun?

 

Und da kam die rettende Idee:

Wir ziehen fuer die naechsten 14 Tage aus unserem Mox aus (natuerlich haben wir vorher alles zumindest noch kalt, dafuer aber mit viel Chemie durchgewaschen) und treten die Reise durch Peru und Bolivien mit dem Bus und dem Flugzeug an.

 

Einserseits koennen wir so endlich wieder einmal in netten Hotels in Mitten der kolonialen Staedte absteigen (der Mox waere uns hier ohnehin nur ein "Klotz am Bein" gewesen) und andererseits sind die lieben Tierchen in unserem Mox (sofern ueberhaupt noch welche da sind) nach 14 Tagen auf Diaet hoffentlich in die ewigen Jagdgruende eingegangen.

 

Wir werden ja sehen, ob sich unsere Erwartungen erfuellen. Als erstes gehts jedenfalls einmal mit dem Bus nach Arequipa/Peru.