Im "Grenzbereich" - Parque Nacional Lauca

 

Von Arica aus starten wir durch das unerwartet grüne Valle de la Lluta in Richtung Parque Nacional Lauca.

Die erste Nacht verbringen wir neben Gleisen einer vermeintlich aufgelassenen Bahnstrecke. Umso größer war die Überraschung, als uns mitten in der Nacht das Geratter eines vorbeifahrenden Zuges aus dem Schlaf reißt.

 

Da der Lauca-Park auf über 4000m Seehöhe liegt, steuern wir zwecks Akklimatisation das kleine Dörfchen Socoroma auf ca. 3000m an. Zu unserem Erstaunen feierten die wenigen übrig gebliebenen Dorfbewohner genau am Tag unserer Ankunft die Aussaat der Kartoffelsamen – ein alter Aymara-Brauch. Praktisch spielt sich das ganze so ab, dass sich die Dorfbewohner mit Blumenkränzen schmücken, mit ihren verstimmten Geigen aufspielen und mit Pisco-Schnaps kollektiv bis zur Bewusstlosigkeit betrinken. War echt erstaunlich, eine ganze Dorfgemeinde (ca. 40 Personen) zu sehen, von der kein Einziger mehr ohne Hilfe stehen konnte – Na dann Prost oder Salud wie man hier sagt !!!

 

Die nächste Nacht wollten wir zuerst bei den Thermalquellen Juarasi auf 4000m Höhe verbringen, haben uns aber nach einem ausgiebigen Bad in den heißen Quellen doch entschieden, den 500m tiefer liegenden Ort Putre anzusteuern.

 

Der absolute Höhepunkt (im wahrsten Sinne des Wortes) waren dann die Laguna Cotacotani und der Lago Chungara (4700m) mit grasenden Lamas und Vicunas vor der Kulisse der beiden Zwillingsvulkane Parinacota und Pomerape.

 

Letztlich machte uns allen, vor allem aber unserer kleinen Iris, die Höhe doch sehr zu schaffen, sodaß wir noch am gleichen Tag die halsbrecherische Strecke bis Arica an die Pazifikküste zurück fuhren und uns auf einem netten Campingplatz mit Kinderspielplatz und Pool einquartierten.

 

Vor unserer Weiterfahrt nach Peru war hier noch mal eine gründliche Wartung unseres Unimogs angesagt ;-))