Ab an die Küste - Reserva Nacional Pinguino de Humboldt

Nachdem uns ja große Städte bekanntermaßen nicht so am Herzen liegen ;-)) nutzen wir La Serena (trotz des sehenswerten Zentrums) nur zum Auffüllen unserer inzwischen zur Neige gegangenen Vorräte und fahren weiter in nördlicher Richtung zum - Reserva Nacional Pinguino de Humboldt. Auf 40 km Piste begegnet uns ein einziges Auto – Na hoffentlich haben wir hier jetzt keine Panne ;-)) Von unseren letzten Gastgebern im Valle del Elqui bekamen wir eine Empfehlung für einen netten Stellplatz am äußersten Zipfel der kleinen Bucht vor den drei Inseln, die unter dem Schutz des Reserva Nacional stehen.

 

Wieder treffen wir auf einen unglaublich gastfreundlichen und entspannten Chileno, der hier eine Art „Campingplatz“ betreibt. Neben einem Stellplatz unmittelbar am Meer (hoffentlich kommt kein Tsunami ;-)) gibt es hier Strom, Trinkwasser, WC’s und Duschen mit Warmwasser und einen kleinen Grillplatz. Auch ein Restaurant mit Pescado und Mariscos auf der Speisekarte ist halbwegs in Reichweite. Wir schauen uns an und wissen, dieses Plätzchen wird wohl nicht nur für eine Nacht unser Stellplatz sein …

 

Am nächsten Morgen unternehmen wir – bei vorerst noch starker Bewölkung – einen Bootsausflug zu den Inseln des Reserva Nacional.

Iris hat inzwischen ihr Trauma von der verrückten Bootsfahrt bei den Iguazu-Fällen überwunden und beide Kinder genießen die Fahrt am welligen Meer in vollen Zügen (Berni allerdings eher weniger ;-)

In der Nähe der Isla Choros taucht plötzlich eine ganze Schule von Delphinen auf und begleitet unser Boot eine ganze Weile.

An den Klippen der Insel, die nicht betreten werden darf, entdecken wir Lobos Marinos (Seehunde), Kormorane und jede Mange anderer Seevögel sowie natürlich die für die Namensgebung verantwortlichen Humboldt-Pinguine.

Nach der Umrundung der Isla Choros legen wir an der Isla Damas - die z.T. betreten werden darf – an und treffen dort auf eine um diese Jahreszeit blühende Wüstenvegetation (Desierto florido). Ein fantastischer Anblick und Ausblick.

 

Zurück vom Ausflug versuchen sich Andi und Flori als Pescatores (Fischer). Der Erfolg des ambitionierten Vorhabens schlägt sich ganz klar im Abendessen nieder: Es gibt Chorizos (Würstchen) am Grill ;-))

 

Spät abends (die Kinder sind schon im Bett), tauchen plötzlich Fischer an der Mole auf, und holen (allerdings mit speziellen Ködern aus Locofleisch (eine Art Muschel) an eben der selben Stelle Unmengen von Fisch aus dem Meer. Auf meine Frage, ob ich vielleicht ein paar Fische kaufen könnte, bekomme wir einen Sack Fische als Geschenk, womit das morgige Nachtmahl auch wieder gesichert wäre.

 

Wir fühlen uns so richtig zufrieden und haben überhaupt keine Ambitionen, von hier weg zu fahren.